eine vielseitige Künstlerin der Klassischen Moderne.

Künstlerische Ausbildung

Schon mit 15 Jahren entschied sie sich für die Kunst, nahm Privatunterricht in Zeichnen und Malen. Ab 1919 bis 1920 besuchte sie die Kunstgewerbeschule in Prag, heute Akademie der Bildenden Künste Prag, und studierte Figuren- und Kopf-Studien, Ornament, Anatomie, darstellende Geometrie und Kunstgeschichte. Ab 1920 bis 1924 wechselte sie an die Kunstgewerbeschule Wien, studierte bei Franz Ciczek abstrakte Malerei und Graphik, beschäftigte sich zudem intensiv mit Naturstudien. Anlässlich einer Studienausstellung  ihrer Arbeiten damals bezeigte die internationale Künstlervereinigung und die Zeitschrift „Der Sturm“ in Berlin schon besonderes Interesse. Nach einer Unterbrechung schloss sich von 1926 bis 1928 ein Studium an der Kunstakademie Leipzig als Meisterschülerin von Georg Alexander Mathey für Graphik, dekoratives Zeichnen und Figurenmalerei an. Später, zwischen 1928 und 1934 befasste sie sich als Meisterschülerin von Paul Horst-Schulze durch drei Semester mit der Wandmalerei in fresco buono- und fresco secco-Technik (Malerei auf frischem oder trockenem, wieder angefeuchteten Kalkverputz). Prof. Horst-Schulze hatte  die Begabung für die monumentale Wandmalerei erkannt und angeregt, sich dieser Kunstart mehr zu widmen. In diese Zeit, 1929, fiel auch die erste größere kirchliche Arbeit: Apsis und Seitenwände von St. Georg in Leipzig Gohlis wurden mit Wandmalereien ausgestattet. 

Bis 1934 blieb sie an der Leipziger Akademie und befasste sich auch mit ornamentalen Entwürfen, Pflanzenstudien und Landschaften, Stillleben und Porträts. Darüber hinaus auch mit der Technik des Holzschnittes, des Kupferstichs, der Radierung und der Lithographie. In den Jahren 1930 bis 1932 war sie dann Meisterschülerin von Willy Geiger.