eine vielseitige Künstlerin der Klassischen Moderne.

Biografie

Geboren am 17. Juni 1901 in Brüsau-Brünnlitz, Sudetenland – heute Březová nad Svitavou in Tschechien - war sie eine auf vielen Feldern ausgebildete akademische Malerin und Künstlerin auf dem Gebiet der Öl-, der Aquarell- und Freskomalerei und der Schaffung von sakralen Glasmalerei-Fenstern.

Der kleine Ort Brüsau hatte zuvor schon den grossen Vorfahren Eduard Schwoiser (1826-1902) hervorgebracht, den Maler König Maximilians II. und König Ludwigs II von Bayern. Ihr Bruder Victor und sie entstammten der Familie Lang, die über 300 Jahre Steinbrüche und Steinmetzbetriebe in Brünnlitz, Brünn, Wildenschwert/Böhmen und Mrakotin/Mähren besaß. Außer dem einheimischen Sandstein wurden auch ausländische Gesteinsarten wie Carrara-Marmor für Bildhauerarbeiten und künstlerische Bauteile staatlicher und kirchlicher Bauten in Wien, Brünn und Budapest verwendet. Noch um 1900 wurde in Brünnlitz die Nachbildung des gotischen Chores der Altbrünner Augustiner-Kirche (Basilika Mariä Himmelfahrt) für Brünn ausgeführt. Von daher hatte sie wohl auch die Affinität und Begabung zu bildnerischen Schöpfungen in sakralen Fresken und Glasmalereien in Kirchenfenstern. Die  Mutter, Marie Lang, war froh, dass ihr Bruder Dipl.-Ing. Viktor den Betrieb nach dem frühen Tod des Vaters Rudolf Lang im Jahr 1927 fortführen konnte. Doch mit Kriegsende 1945 war er vermisst.

Vor Kriegsausbruch am 16. Mai 1939 heirateten Gottfried Scheer, genannt Goetz, und Irma Lang und konnten auf Schloß Pillnitz bei Dresden eine Wohnung beziehen.

Die Enteignung des Familienbetriebs, die Ausweisung der Sudetendeutschen aus der Heimat und den Verlust des Sohnes überlebte die Mutter nur kurz. Sie starb 1946 im oberfränkischen Staffelstein.

Irma Lang-Scheer selbst starb 40 Jahre später am 5. Februar 1986. Bei einem Unfall auf Glatteis am 12. Januar 1986 erlitt sie einen Oberarm- und Schlüsselbeinbruch, wurde bettlägerig, verweigerte die Nahrung und wollte nicht mehr. Sie wurde am 11. Februar 1986 auf dem Friedhof von Dresden-Hosterwitz bestattet. Kinder hatten sie keine. Von Erben ist bei der Stadt Dresden nichts bekannt. 

Die Wiedervereinigung hat auch ihr Ehemann Götz, gestorben drei Jahre später, nicht mehr erlebt.