eine vielseitige Künstlerin der Klassischen Moderne.

Das heutige Kunstforum Ostdeutsche Galerie,

das nach wie vor vom Bund nach § 96 Bundesvertriebenen- und Flüchtlingsgesetz (BVFG) finanziert wird, ist auf die Frage, wie und woher es 1977 in einem neuen Museum zu Inventarnummern 9529/30 später 13351/52 und 1984 Inv.Nr. 14466-81 kommen konnte, verschlossen. 

Unter dem link Presse bei der Basispressemappe Kunstforum Ostdeutsche Galerie zur

Geschichte der Stiftung Kunstforum Ostdeutsche Galerie

heißt es lapidar:

“Auf Initiative des Bundes, aller damaligen Bundesländer, der Stadt Regensburg sowie des Adalbert Stifter Vereins und Künstlergilde e.V. wird die Stiftung Ostdeutsche Galerie gegründet.“

"(Die Bestände des Adalbert Stifter Vereins und der Künstlergilde werden hier vereint.)"

Personifiziert man die einzelnen Institutionen, dann stehen für die Stadt Regensburg Walter Boll, für den Adalbert Stifter Verein Walter Becher und für die Künstlergilde Esslingen Ernst Schremmer. Alle drei vor 1945 ausgewiesene Nationalsozialisten, die beiden Letzteren aus dem Sudetenland.

Eine Erklärung zur Provenienz der Sammlungen schien in Wikipedia (Stand Mai 2017) der Satz zu sein: 

"Die Galerie, die heute Ausstellungsstücke auf 2.500 m² zeigt, geht auf eine Sammlung des Adalbert-Stifter-Vereins aus den 1950er Jahren zurück, die 600 böhmische Künstler umfasste.

"Zweck der Stiftung war es, die Sammlungen des Stifter-Vereins und der Künstlergilde Esslingen zusammenzuführen und der Kunst ein permanentes Museum zu bieten."

Doch wenig später wurde diese Erklärung gelöscht.

Selbst die ersten Museumsdirektoren Walter Boll (Ehrenbürger von Regensburg) und Werner Timm blieben unerwähnt.

Arbeitskreis selbständiger Kultur-Institute e.V. - AsKI

Beim Arbeitskreis selbständiger Kultur-Institute e.V. - AsKI Prinz-Albert-Straße 34 53113 Bonn:

 "Die Sammlung, die derzeit rund 2.500 Gemälde und Skulpturen sowie 30.000 grafische Blätter umfasst, basiert auf den Beständen des Adalbert-Stifter-Vereins München und der KünstlerGilde Esslingen."

Datei vom April 2017: Datei "AsKI-e.V.-_-Kunstforum-Ostdeutsche-Galerie-Stiftung--Regensburg---www.aski.org_portal2_.pdf"

Später wurde auch dieser Herkunftshinweis beim Arbeitskreis selbständiger Kultur-Institute e.V. gelöscht.

KOG Eigenbeschreibung

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Am 2.2.2017 hat der Regensburger Kulturdezernent eine 6-seitige Beschlussvorlage zur  Provenienzforschung an den Museen der Stadt Regensburg eingebracht. Bekanntlich ist die Stiftung Kunstforum Ostdeutsche Galerie formal kein Städtisches Museum. Deshalb ist für dieses Regensburger Museum der Rechtsdezernent und nicht der Kulturdezernent zuständig.

Für Provenienzforschung besteht beim KOG lt. Direktorin Agnes Tieze kein Anlass: "Bislang fand am Haus allerdings keine systematische Provenienzforschung statt. „Das war früher einfach nicht üblich, der Fokus lag stärker auf dem Ausstellungsbetrieb.“