eine vielseitige Künstlerin der Klassischen Moderne.

Zur Geschichte des Adalbert Stifter Verein von 1947

Der Adalbert Stifter Verein, ein kleiner Verein hinter einem grossen Namen, gegründet 1947 von Walter Becher, (der allerdings nirgends erwähnt wird) mit angeblich einer großen Kunstsammlung. Ein Verein, gegründet von Wissenschaftlern, Künstlern und Schriftstellern aus Prag und den Sudetengebieten: so die offizielle Version. Das historische Vereinsregister VR 4185 AG München ist bis 1958 allerdings ohne Eintrag.

Entgegen dem Bundesarchiv von 1966 behauptet der Verein anlässlich  des 90. Geburtstags der ehemaligen Geschäftsführerin Johanna von Herzogenberg, sie habe  die Ostdeutschen Galerie in Regensburg gegründet. Anna Knechtel stv. Geschäftsführerin des Adalbert Stifter Vereins im Jahre 2012: „Zu ihren besonderen Verdiensten gehört die Gründung der Ostdeutschen Galerie in Regensburg.“

Die Sammlung der Ostdeutschen Galerie „basiert auf den Beständen des Adalbert-Stifter-Vereins München (ASV) und der KünstlerGilde Esslingen.“

Der Verein mit weniger als 200 Mitgliedern wird von Anfang an seit nunmehr 65 Jahren nach § 96 Bundesvertriebenen- und Flüchtlingsgesetz (BVFG)  finanziert. Er wird seit 1986 von Peter Becher, Sohn Walter Becher‘s, geführt. Peter Becher ist heute Mitglied im wissenschaftlichen Beraterkreis der Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung.

Wie man die ersten Jahrzehnte des Vereins anlässlich der 70-Jahrfeier einfach ausblendet, das zeigt illustrativ das Interview und Tondokument, das der fünf Jahre nach der Gründung des Vereins geborene Geschäftsführer des "Adalbert Stifter Verein" Peter Becher dem Radio Prag am 4. Mai 2017 gegeben hat. Auch hier kein Hinweis auf die Gründung eines Museums Kunstforum Ostdeutsche Galerie aus eigenen Kunstbeständen.


Dike Attenbrunner zum Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg

Dike Attenbrunner in regensburg-digital Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg

Auf der Suche nach Identität

„Da der Adalbert-Stifter-Verein und die Künstlergilde Esslingen über eine recht große Sammlung an Kunstwerken verfügte, war es zunächst Aufgabe der Stiftung, den Bestand der beiden zusammenzuführen.“

Weil Dike Attenbrunner keine Kunsthistorikerin ist, ist davon auszugehen, dass ihre Behauptung auf Aussagen des KOG selbst stammen..

Walter Becher / Adalbert Stifter Verein

(„ Bechers politische Karriere hatte mit Aufsätzen im offiziellen sudetenländischen NS-Organ "Die Zeit" begonnen, die sich beispielsweise so lasen: "Wenn Theater, Presse, Schulen und vor allem jene Berufszweige, die wie etwa der Kunsthandel von vornherein halb wirtschaftlichen und halb künstlerischen Charakter haben, zum Großteil in der Hand fremdrassiger Menschen lagen, so wird man verstehen, daß die allgemeine Entjudung auch die erste Voraussetzung für den Neuaufbau des sudetendeutschen Kulturlebens ist." aus Der Spiegel. Nr. 44, 1964 (online)

Ernst Schremmer / Künstlergilde e.V

(1940-1945 ... Pressereferent beim Reichsstatthalter (eingefügt Konrad Henlein ) in Reichenberg Sudetenland)

Es bleibt der kunstwissenschaftlichen Forschung vorbehalten festzustellen, woher die Sammlung „Sudetendeutsche Galerie“ des Adalbert Stifter Verein von 1957 und der Künstlergilde Esslingen e.V. , die genannten Anfangsbestände der Ostdeutschen Galerie 1966 stammen - und ob ein Zusammenhang mit den Forschungen von Jörg Osterloh Nationalsozialistische Judenverfolgung im Reichsgau Sudetenland 1938-1945 bestehen könnte.